Der russische Rubel (RUB) ist die offizielle Währung
der 1991 gegründeten Russischen Föderation. Erstmals
erwähnt wird er aber schon 1321. Der Rubel entstand als Zahlungsmittel in Zusammenhang mit dem Aufschwung Russlands, der im Mittelalter von der Handels- und Hansestadt Nowgorod ausging.
Vor der Oktoberrevolution
Bis zur russischen Revolution 1917 gab es Rubel als wertvolle Gold- und Silbermünzen, die westeuropäischen Währungen
gleichwertig waren. Schon 1898 war unter Zar Nikolai II. erstmals auch Papiergeld aufgekommen. Nach seinem Sturz und der Oktoberrevolution blieb der Rubel Zahlungsmittel in der gesamten UdSSR.
Der Rubel wurde allerdings in der Geschichte der Sowjetunion mehrfach abgewertet. Als internationales Zahlungsmittel spielte der nur begrenzt konvertierbare Rubel keine Rolle. Mit der Perestroika
Michail Gorbatschows
und dem Zusammenbruch der Sowjetunion setzte eine Hyperinflation ein, die zur totalen Entwertung des Rubels führte.
Was bedeutet eigentlich "U.E."?
Der Dollar wurde auch auf dem russischen Binnenmarkt zur Leitwährung. Auf Preisschildern wurden die Preise mit "U.E" (Umrechnungseinheit = Uslownaja Jedinitsa) angegeben, wobei der inoffizielle Dollarkurs als "U.E." galt. Später rückte auch der Euro in den Rang der "U.E." auf. Oft wurde dem Begriff der "U.E." auch je nach Devisenkurs wechselnd der Dollar oder Euro unterlegt.
Im August 1998 brach das russische Währungs- und Finanzsystem ganz zusammen, erholte sich aber im Laufe einiger Monate wieder und blieb seitdem bis heute (2009) stabil.
Währungspolitik unter Putin
stabilisiert
Die
Wirtschaftspolitik der Regierung um
Wladimir Putin hat zu einer erheblichen Stabilisierung der
Verhältnisse beigetragen. Die rasante Abwertung an den
Internationalen Devisenmärkten ist gestoppt. Dazu tragen aber
auch Interventionen der russischen Zentralbank bei. Seit etwa 2003 bis zum Beginn der internationalen Finanzkrise Ende 2008 ist der Rubelkurs gegenüber Dollar und Euro weitgehend stabil
geblieben. Der Rubel ist auch offiziell fast uneingeschränkt konvertierbar.
Gleichzeit plagen den Rubel aber Preissteigerungen auf dem Binnenmarkt. Die Inflationsrate liegt seit Jahren im zweistelligen Bereich, auch für 2009 rechnet die Regierung mit 13 Prozent Inflation. Erfahrungsgem%auml;ss fallen die realen Steigerungen immer höher als die Prognosen und die offiziellen Ergebnisse aus.
Dennoch ist der Rubel mittlerweile wieder landesweit unangefochtenes Zahlungsmittel. Euro oder Dollar werden offiziell in Geschäften oder Hotels nirgends mehr als Zahlungsmittel (ausser in Form von Kreditkartenzahlungen) akzeptiert.
Seit 2008 ist es erklärtes Ziel der
Wirtschaftspolitik der russischen Regierung unter Präsident
Dmitri Medwedew und Premierminister
Wladimir Putin, die letzten Beschränkungen im Devisenverkehr aufzuheben und den Rubel zu einer
international anerkannten, regionalen Reservewährung zu machen.
Eine kleine Schein-Lehre
Der Rubel rollt auch nicht schlechter, seit er
überwiegend aus Papier ist. Jeder Schein ist einer russischen Stadt gewidmet, die durch ihre Bau- und Architekturdenkmäler repräsentiert wird. Auch gewichtige Persönlichkeiten fehlen nicht.
Seit 2004 sind die Scheine mit zusätzlichen
Sicherheitsmerkmalen ausgestattet: neben Wasserzeichen finden sich
bunte Fäden im Papier, ein Metallstreifen,
Reliefe und Blindenschrift.
Fälschungsversuche sind aber bis
heute an der Tagesordnung . So sollte sich also niemand wundern, wenn an der Supermarktkasse ab dem 500er-Schein genauer
hingeschaut wird.
Der Fünf-Rubel-Schein
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Dieses ist der kleinste Rubel-Schein. Inzwischen ist er aber sehr
selten geworden. Anstelle der Fünf-Rubel-Scheine sind inzwischen Münzen getreten. Es werden auch keine neuen Fünf-Rubel-Scheine mehr gedruckt, die im Umlauf befindlichen Scheine behalten aber noch ihre
Gültigkeit als Zahlungsmittel. Der Schein hat einen
grünen Farbton
und auf ihm ist das
Nowgorod-Motiv des alten 5.000-Rubel-Scheins zu
sehen. Auf der Vorderseite ist das Monument zum
tausendjährigen
Bestehen Russlands (1862) zu sehen. Der
Nowgoroder Kreml ist auf der
Rückseite dieses Scheines abgebildet. Als Teil der
historischen Altstadt von
Novgorod ist der Kreml heute ein Objekt des
Weltkulturerbes der UNESCO.
Der Zehn-Rubel-Schein
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Krasnojarsk ist das Thema dieses Scheines. Die Vorderseite ist
zweigeteilt. Neben einem Blick über den Jennisej-Fluß
samt historischer Brücke auf die Stadt, ist eine Kapelle der
Stadt Krasnojarsk zu sehen. Auf der anderen Seite befindet sich das
Wasserkraftwerk der Stadt und seine imposante Staumauer. Braun- und
Grüntöne sind das Erkennungsmerkmal dieses Scheines.
Der 50-Rubel-Schein
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In Blautönen gehalten, zeigt der Schein auf der
Vorderseite eine Figur am Fuße einer der beiden Rostralsäulen (Denkmal für die Siege der russischen Flotte) am
Newa-Ufer in St. Petersburg vor dem Hintergrund der Peter-Pauls-Festung..
Auf der Rückseite der Banknote ist eine Rostral-Säule aus einer anderen Perspektive ganz abgebildet. Sie ist vom gegenüberliegenden Newa-Ufer aus gesehen und steht darum nun vor der alten Petersburger Börse.
Der 100-Rubel-Schein
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Bräunlich-rötlich präsentiert sich auf
diesem Schein die
Stadt Moskau. Schliesslich ist das
Bolschoi-Theater
neben dem
Kreml
das wahrscheinlich international bekannteste Gebäude Moskaus. Ein Detail
des Theatergebäudes ziert die Rückseite der Rubelnote. Hier triumphieren die Skulpturen der Quadriga, die über dem Giebel des klassizistischen Theatereinganges thront.
Der 500-Rubel-Schein
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Zar Peter der Große ist das Motto
des Rubelscheines. Das abgebildete Denkmal
steht in Archangelsk. Im Norden von Russland am Weißen Meer
befindet sich auch das auf der anderen Seite des Scheines zu sehende Solowezki-Kloster.
Der 1000-Rubel-Schein
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Ein grüner Schein der
russischen Währung. Sein Motiv ist ein Denkmal Jaroslaw des
Weisen in der
Stadt Jaroslawl. Dort steht auch die auf der
Rückseite wiedergegebene Kirche Johannes des Täufers.
Der 1000-Rubel-Schein hat ein größeres
Papierformat, nämlich 157mm x
69mm. Er hat auch die Ehre, den russischen Bären
als Wasserzeichen in sich zu tragen. Der Überlieferung nach lag nämlich unweit des heutigen Stadtzentrums von Jaroslawl und der
Wolga ein Heiligtum des wohl finnischen Volkes, das hier ursprünglich gesiedelt hatte.
Der 5000-Rubel-Schein
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Diese größte Geldnote der Rubel-Scheine ist in einem
rötlichen Ton gehalten. Der Rubel- Schein ist dem Fernen Osten gewidmet, die Stadt
Chabarowsk ist auf der Vorderseite namentlich erwähnt.
Weiterhin ist auf der Vorderseite Nikolai Nikolajewitsch Murawjow-Amurski
abgebildet. Er war ein russischer Militär, Staatsmann und
Diplomat, der eine wichtige Rolle bei der Expansion des Russischen Reiches im
Fernen Osten spielte. Auf der Rückseite ist die Amurbrücke
in Chabarowsk zu sehen.
Ein Rubel unterteilt sich in 100 Kopeken. Zur Zeit gibt es
sie als 1-, 5-, 10- und 50-Kopeken-Münzen.
Rubelmünzen gibt es zu 1, 2, 5 und 10 Rubel.
Eine Währung mit dem Namen Rubel haben heute auch
noch Weißrussland (der weißrussische Rubel,
abgekürzt "BYR") und das international nicht anerkannte
Transnistrien (Transdnjestrien) (früher der östliche Teil der
Sowjetrepublik Moldawien).
mig/29.4.2009
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